Wald unsere Identität

Rund um Solothurn prägt der Wald unsere Landschaft und unser Denken. Er ist Lebensraum, Erholungsort und Quelle wertvoller Rohstoffe. Für uns ist der Wald mehr als Arbeit: Er ist unsere Berufung. Mit Leidenschaft und Fachwissen pflegen wir ihn, schützen seine Vielfalt und sichern seine Zukunft.

Waldfläche Bürgergemeinde Solothurn

Der Forstbetrieb der Bürgergemeinde Solothurn bewirtschaftet rund 2’120 Hektaren Wald. Davon entfallen 1’716 Hektaren auf produktive und 404 Hektaren auf unproduktive Flächen. Der Wald erstreckt sich über 15 Gemeinden rund um Solothurn bis nach Rüti bei Büren und reicht von den tief gelegenen Gebieten auf rund 470 Metern über Meer bis hinauf zur Röti auf 1’390 Metern. Die Wälder sind überwiegend buchen- und laubholzreich, vielerorts als stabile Mischwälder ausgebildet, die sich naturnah und vielfältig präsentieren.

Waldpflege und Holznutzung

Der jährliche Hiebsatz beträgt 13’100 Kubikmeter Holz. Der Holzvorrat liegt zwischen 334 und 367 Kubikmetern pro Hektare. Der jährliche Zuwachs beträgt rund 9.1 Kubikmeter pro Hektare. Der Wald wird nach dem Dauerwaldprinzip bewirtschaftet. Es gibt keine Kahlschläge. Die Naturverjüngung und standortgerechte Baumarten sorgen für stabile und vielfältige Wälder.

Natur und Biodiversität

Die Bürgergemeinde Solothurn setzt sich aktiv für die Biodiversität ein. Es bestehen fünf Waldreservate mit insgesamt 391 Hektaren Fläche. Dazu kommen vier kantonale Naturreservate mit 142 Hektaren. Entlang der Waldränder bestehen 32 Vereinbarungen über 21.15 Hektaren auf 8.15 Kilometern Länge. Im ganzen Wald sind 157 Biotopbäume markiert. Rund 16 Prozent der Gesamtwaldfläche dienen gezielt dem Schutz der Artenvielfalt.

Schutz und Sicherheit

Insgesamt 83 Hektaren Wald sind als Schutzwald ausgeschieden. Sie schützen Menschen, Strassen und Gebäude vor Steinschlag, Rutschungen und Murgängen. So bleiben die Schutzwälder wirksam und ökologisch wertvoll.

Freizeit und Erholung

Die Wälder rund um Solothurn bieten viel Raum für Erholung. Beliebte Ziele sind die Verenaschlucht, die Martinsfluh, der Königsweiher und der Weissenstein. Es gibt Wanderwege, Feuerstellen, Sitzbänke und einen Biketrail. Zwei Wildruhezonen schützen empfindliche Tierarten. Der Wald ist ein Ort zum Abschalten – und gleichzeitig Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Weitere Fakten

Das Strassennetz umfasst rund 110 km Waldstrasse. Vier Langzeit-Nullflächen werden während 50 Jahren wissenschaftlich beobachtet. Das Gebiet des Forstbetriebs liegt in neun Jagdrevieren. So wird die Balance zwischen Wald, Wild und Nutzung gesichert.